Dr. Richard K. Mulla, ein aus Western Equatoria stammender Jurist und Abgeordneter (Independent) in der National Legislative Assembly in Juba, hat sich kürzlich der gegen Präsident Salva Kiir kämpfenden, von Riek Machar geführten Oppositionsbewegung angeschlossen. Mulla hat, so die Online-Zeitung „Upper Nile Times“ aus Malakal, in einem Interview im offiziellen US-amerikanischen Auslandssender „Voice of America“ die Ansicht vertreten, dass die Abgeordneten im Parlament von Juba als „Rubber Stamps“, als bloße Abnicker von Regierungsvorgaben, fungierten.
Mulla führte aus, dass es unter den Abgeordneten viele Stimmen gebe, die ein Impeachment-Verfahren gegen Kiir anstrengen würden, wenn sie denn in der Lage wären, ihre verfassungsmäßigen Abgeordnetenrechte ausüben zu können. Er selbst habe sich mit etwa einem Dutzend weiterer Parlamentsmitglieder Machar angeschlossen, weil ihm klar geworden sei, dass es keine andere Möglichkeit gebe, der wachsenden Diktatur Kiirs zu begegnen.