Kinderhilfsorganisation METH

Lu Näkel, NSF Beraterin für Gesundheitsfragen
Die aus einer rheinländischen Mediziner-Familie stammende Internistin Luitgard Näkel, die allgemein „Lu“ genannt wird, arbeitet als Oberärztin am St.-Josef-Krankenhaus in Adenau, einem Städtchen in der Nähe von Bonn. Die Ärztin hat vor ihrem Medizin-Studium an der FU Berlin Anfang der 1980er Jahre Ethnologie studiert. In dieser Zeit hat sie den heutigen NSF-Vorsitzenden Costello Garang Ring Lual kennengelernt, der damals auch an FU Berlin studierte und mit dem sie seitdem eine herzliche Freundschaft verbindet. Im Rahmen einer Ethnologie-Feldforschung kam die junge Studentin Lu Näkel kurz vor Ausbruch des Zweiten Bürgerkriegs 1983 in den Südsudan. Seitdem ist von dem Land fasziniert und versucht, seinen Menschen zu helfen.

Für diesen Zweck gründete Dr. Näkel die mit der NSF kooperierende Kinderhilfsorganisation METH („Meth“ ist das Dinka-Wort für „Kinder“) einen Verein, der sich für die Verbesserung der medizinischen Versorgung in Northern Bahr el-Ghazal (u. a. durch Sicherstellung des Nachschubs mit lebensnotwendigen Medikamenten und Organisation von Augen-Operationen) einsetzt. Die Ärztin nutzt seit 2002 ihren angesammelten Jahresurlaub und unterstützt die örtlichen Kräfte in Marial Baai /Northern Bahr al Ghazal. Lu Näkel hat sich mittlerweile dort in der ländlichen Aweil-Region, die ihr im Laufe der Jahre zum zweiten Lebensmittelpunkt geworden ist und wo sie liebevoll „Aluel“ („Die Rote“) genannt wird, großes Ansehen erworben. Für ihr ehrenamtliches soziales Engagement für die südsudanesischen Menschen während und nach dem Krieg wurde Lu Näkel mehrmals offiziell geehrt. Bundespräsident Horst Köhler hat ihr 2006 anlässlich eines Empfangs im Berliner Schloss Bellevue seine Anerkennung ausgesprochen.

Dr. Lu hat von 2005 bis 2013 über 3000 Patienten in Marial Bai, Aweil und Raga operiert. In etwa 2500 Fällen nahmen Dr. Lu und ihr Team Katarakt-Operationen vor.