Südsudans Naturschutz-Gebiete: Bedeutende Reservate afrikanischer Fauna, attraktive Ziele für Öko-Touristen

Seine imposante und vielfältige Tierwelt macht Südsudan nicht nur zu einem wichtigen
Forschungsfeld für Wildbiologen, sondern im zunehmenden Umfang auch hochinteressant für
tierbegeisterte Touristen. Auf mittlerweile 15 % des südsudanesischen Landesgebiets ist eine
Gesamtfläche von etwa 145.000 qkm unter Naturschutz gestellt worden. Dieser von der
Ausdehnung dem Staatsgebiet von Griechenland entsprechende Schutzbereich gliedert sich in
23 Einzelareale, von denen fünf als Nationalpark unter besonders intensivem Schutz stehen
Unmittelbar nach Beendigung des Bürgerkriegs und der Errichtung der Autonomen
Regionalregierung (GoSS) in Südsudan im Jahr 2005 wurden große Anstrengungen
unternommen, den Bestand der wildlebenden Tiere des Landes zu erfassen und Konzepte zu
erarbeiten, die Belange des Tierschutzes mit den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung in
Einklang zu bringen.

Zu den wichtigsten Nationalparks und anderen Naturschutzgebieten Südsudans gehören der
knapp 23.000 qkm große Boma National Park, der ebenso große Southern National Park und
der Bandingilo National Park (8.400 qkm). Besonderes Augenmerk gilt den Naturschützern
die einzigartige amphibische Naturlandschaft des sich auf einer Fläche von ungefähr 60.000
qkm ausdehnenden Sudd, eines vom Nil mit Wasser gespeisten riesigen Sumpf- und
Überschwemmungsgebiets.