Landwirtschaftlich nutzbare Flächen und ihr Potenzial

Südsudan verfügt über etwa 30 Millionen Hektar landwirtschaftlich nutzbarer Flächen. Das entspricht in etwa der Hälfte des Staatsgebiets. In dem dünn besiedelten Land werden zurzeit lediglich fünf Prozent dieses Anbau- und Weidepotenzials genutzt. Der größte Teil des Landes ist geologisch durch Ebenen oder mäßige Höhenunterschiede aufweisendes Hügelland mit Savannen, Sumpflandschaften und Trockenwäldern bestimmt. Relativ wenige Zonen haben Mittel- oder Hochgebirgscharakter. Hier herrschen Regenwälder vor. Nach agro-ökologischen Gesichtspunkten kann Südsudan in mehrere Großzonen gegliedert werden:

Tropischer Grüngürtel

Diese tropische, sich an der Südgrenze entlang ziehende Zone ist ausgezeichnet geeignet für die Kultivierung von Palmen, Tee und Kaffee, Süßkartoffeln, Maniok, Mais, Früchten und Gemüse. In den Wäldern des Greenbelt wachsen Edelhölzer wie Teak und Mahagoni.

Ironstone Plateau

Das sich im Norden dem Greenbelt anschließende, trockenere Plateaugebiet bietet hervorragende Voraussetzungen für den Anbau von Sorghum, Erdnüssen und Sesam sowie für die Haltung von Rindern und anderem Vieh.

Nil-Sobat-Gebiet

Der die Mitte Südsudans von Süd nach Nord durchfließende Weiße Nil sorgt zusammen mit seinen Nebenflüssen für die ausreichende Bewässerung, die für den optimalen Anbau von Zuckerrohr und Reis erforderlich ist. In der Nil-Sobat-Zone erstreckt sich auch die weitgehend unzugängliche Sumpflandschaft des Sudd.

Eastern Flood und Western Flood Plains

Die östlich und westlich des Nil-Sobat-Beckens angrenzenden, teilweise periodisch überfluteten Ebenen eignen sich vor allem für Viehhaltung sowie für Getreide-, Sesam- und Erdnuss-Anbau, bieten aber auch gute Bedingungen für Reis- und Zuckerohr-Kulturen.

Aride Zone

Die relativ kleine aride Zone im äußersten Südosten Südsudans ist ideal für die Anpflanzung des Gummiarabikumbaumes.